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РЕШУ ОГЭ — немецкий язык
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Eine Reise in die Vergangenheit

Die Deutschen wurden von dem Großfürsten Wassili III. und seinem Sohn Johann IV. nach Russland eingeladen. Ein wichtiges Bindeglied zwischen Deutschland und Russland waren über viele Jahrhunderte die Handelskontakte. So gehörte Nowgorod zum europäischen Bund der „Hanse“ und unterhielt Kontakte zu vielen deutschen Städten.

Die ersten Deutschen, überwiegend Kaufleute und Handwerker, siedelten sich in Moskau in einem schönen Landstreifen an der Jausa an. Dort konnten die Fremden nach ihren Sitten und Gebräuchen leben. Diese Fremdenvorstadt wurde aufgrund der Dominanz der deutschen Sprache die „Deutsche Sloboda" genannt. Moskau Ende des 17. Jahrhunderts. In der Deutschen Sloboda leben Kaufleute, Offiziere, Ärzte und Handwerker aller Art. Ihre Häuser unterscheiden sich voneinander durch ihre Größe und ihren Baustil, aber alle sind aus Holz errichtet. Holz ist nämlich das am meisten verbreitete Baumaterial in Russland. Neben jedem Haus befindet sich ein Garten.

Das ist das Haus des Goldschmiedes Joachim Frös. Er stammt aus Hamburg. Hier in Moskau hat er ein kleines Haus mit drei Zimmern, einer Diele, einer Küche und einer Vorratskammer gebaut. Im Hof gibt es zwei kleine Gebäude für seine Diener, einen Keller, einen Pferdstall und einen großen Garten. Nicht weit entfernt wohnt ein anderer reicher Juwelier. Sein Haus ist aus Stein, hat zwei Stockwerke und fünf große Säle. Im Hof befindet sich sogar ein Gewächshaus. Zu Frühlingsanfang blühen hier schon Rosen und Tulpen.

Die Möbel der Deutschen waren für die Russen jener Zeit erstaunlich: Stühle, Schränke und Betten. In Russland saß man damals auf Bänken sowie auf den Backöfen. Die Kleidung lag in Truhen.

Die Tische in den deutschen Häusern sind nicht groß. Sie haben vier oder drei Beine, manchmal sogar nur ein einziges Bein. Die Tischplatten sind aus Holz oder aus Marmor. Das Geschirr ist verschiedenartig: Weingläser aus Kristall, silberne Becher, Teller aus Ton und Metall, Teekessel, Kaffeekannen...

In den Zimmern fanden sich auch Kerzenhalter, Bücher, Schatullen, Wand- und Tischuhren, Spiegel, Gemälde und Porträts von Königen. In einigen Häusern hängen Waffensammlungen an der Wand. In den Häusern der reichen Deutschen gibt es Kinderzimmer. Hier stehen Kinderbetten, kleine Tische und Stühle.

Die Deutsche Sloboda gibt es nicht mehr. Aber die Dinge, über die die Russen damals staunten, sind jetzt in jedem Haus zu finden.

Die Bewohner der Sloboda konnten seit deren Gründung nach ihren eigenen Traditionen leben.

 

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