Sie wirken ein wenig aus der Zeit gefallen, in den schwarzen Klamotten den Besen über der Schulter — die Schornsteinfeger. Man könnte meinen, der Job hätte sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht geändert, dabei säubern Schornsteinfeger längst nicht mehr nur Kamine, sondern sind Experten in Sachen Umweltschutz und Energieeinsparung.
„Natürlich gehört es weiterhin zum Job, auf Dächer zu klettern, aber das ist noch lange nicht alles!“, stellt Michael Czarnetzki klar. Für ihn ist das Schornsteinfegerwesen seine „Berufung“. Czarntezki begann 1972 seine Ausbildung bei der Schornsteinfegerschule Hannover Langenhagen. „Ähnlich wie heute wechselten sich Blockunterricht und Praxis im Betrieb ab.“
„Wir sind die Robin Hoods der Umwelt.“, beschreibt Czarntezki sein Arbeitsfeld. Schornsteinfeger messen, welche Schadstoffe zum Beispiel bei der Verbrennung von Erdöl in Heizungsanlagen entstehen und prüfen, ob Brennstoffe wie Erdöl oder Gas optimal genutzt werden. Besonders die Hightech-Anlagen müssen regelmäßig gewartet werden. „Die sind wie der Formel 1-Rennwagen von Schumi. Die gehen schnell mal kaputt. Die alten Heizkessel sind hingegen, wie alte Traktoren. Die sind nicht unterzukriegen.“, lacht Czarnetzki.
Czarnetzki ist auch als eine Art Energieberater unterwegs, wenn er Tipps zum energiesparenden Heizen gibt: „Ich gehe manchmal durch Häuser und erkläre den Bewohnern, dass es sinnvoller wäre andere Fenster einzubauen. Das gehört einfach dazu, um seinen Job richtig gut zu machen!“
Das Schornsteinfegerwesen ist nicht mehr die harte und schmutzige Angelegenheit, die es mal war. Doch das Bild aus der Vergangenheit wirkt bis heute nach. So liegt der Anteil der Frauen, die sich für eine Ausbildung zur Schornsteinfegerin entscheiden, immer noch bei nur etwa elf Prozent. Deshalb wirbt der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks intensiv auch um weiblichen Nachwuchs: mit gleicher Bezahlung von Männern und Frauen, guten Weiterbildungs- und Aufstiegschancen, sowie guten Zukunftsaussichten.
Eine Voraussetzung sollten Interessenten, ob männlich oder weiblich, aber auf jeden Fall mitbringen: Schwindelfrei sollten sie sein. „Wir werden zwar bei Schornsteinen mit mehr als fünf Metern gesichert, aber es ist ziemlich unpraktisch da oben den Vierfüßler-Stand auszuprobieren.“ lacht der Schornsteinfegermeister.
M. Czarntezki vergleicht die modernen Verbrennungsanlagen mit den Formel 1-Rennwagen.
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3) steht nicht im Text
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Die sind wie der Formel 1 — Rennwagen von Schumi.



