Können Rentiere wirklich fliegen? Immer, wenn ich das Lied von Rudolph mit der roten Nase höre, will ich das wissen. Zeit, es endlich mal herauszufinden!
Rudolph soll ja eines der Rentiere sein, die den Schlitten des Weihnachtsmannes ziehen und mit ihm durch die Lüfte fliegen. Das glauben zumindest die Kinder in Nordamerika. Dort ist Rudolph streng genommen gar kein Rentier, sondern ein Karibu. So heißen sie dort nämlich. Aber Rudolph ist ja auch kein echtes Tier. Eigentlich gehörte er zu einer Geschichte in einem Malbuch, das sich vor vielen Jahren ein US-Amerikaner ausgedacht hat. Ein Verwandter machte daraus dann das berühmte Lied.
Doch auch wenn Rentiere nicht fliegen können, sie sind faszinierend! Sie könnten auch Renntiere heißen: Wusstet ihr, dass ein gesundes Rentier bis zu 80 Stundenkilometer schnell laufen kann? Wölfe oder andere Feinde haben so kaum eine Chance, es zu erwischen.
Rekordverdächtig sind auch ihre Lebensumstände. Rentiere leben in Herden, und die umfassen manchmal mehrere zehntausend Tiere. Rentiere fressen gern Blätter, Pilze, Kräuter, Baum- und Erdflechten. Letztere vor allem im Winter. Das Futterangebot hängt von den Jahreszeiten ab. Die Rentiere reisen dem Futter hinterher. Dazu tun sie sich in riesigen Herden zusammen. Diese Wanderungen führen sie bis zu 1000 Kilometer weit.
Kein Wunder, dass Rentiere sehr gut zu Fuß sein müssen. Selbst weicher Schnee hält sie nicht auf, das liegt an ihren Hufen, die wie ein Schneeschuh funktionieren. Weil sie ihre Hufe weit spreizen können und dazwischen noch Häute sitzen, haben sie eine breite Trittfläche und sinken nicht so schnell ein. Außerdem können sie mit den Hufen hervorragend den Schnee beiseite räumen, um nach leckeren Flechten zu suchen.
Weil Rentiere so viel unterwegs sind, müssen auch ihre Babys schnell auf den Beinen sein. Meist um den Mai herum wird der Nachwuchs geboren, in der Regel ein bis zwei Tiere. Schon eine Stunde nach der Geburt kann ein Rentierbaby laufen. Und noch eine Besonderheit: Rentiere sind die einzigen Angehörigen der Hirsch-Familie, bei denen auch die Weibchen ein Geweih tragen. Ihres ist allerdings kleiner als das der männlichen Tiere. Und sie sind auch die einzigen Hirsche, die als Haustiere gehalten werden. Das Volk der Samen in Lappland lebt schon seit Jahrhunderten mit und von den Rentieren. Diese ziehen ihre Schlitten, geben Milch, Fell und Fleisch. Rentiere können also ganz viel — und müssen nicht unbedingt fliegen, um tolle Tiere zu sein!
Das Fell der Rentiere ist dichter als das anderer Hirscharten.
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